„Einfach mal machen“ – das klingt so leicht, doch für figurative Maler ist der Weg dorthin oft alles andere als geradlinig. Jedenfalls für mich.
In diesem Post möchte ich darüber sprechen, was ein Workflow für mich bedeutet und welche Irrwege ich auf diesem Weg gegangen bin.
Ganz zu Beginn meines Schaffens entwickelte sich ein Ablauf, der für mich ganz natürlich war und die gewünschten Ergebnisse lieferte: Eine kräftige Untermalung, gefolgt von dünnen, dicken und schließlich lasierenden Schichten Ölfarbe. Dieser Prozess ist langwierig und führt oft dazu, dass man immer wieder an derselben Stelle arbeitet.
Ich habe vielen anderen Profis zugesehen, die deutlich effizienter vorgehen, oft mit nur einer dünnen Untermalung und einer einzigen Schicht.
Das Ergebnis für mich als ich das angewandt habe? Ein Gefühl der Blockade. Es fühlte sich nicht mehr nach meiner Kunst an. Es ließ keinen Raum für kreative Veränderungen, es fühlte sich an wie ein bloßes Abarbeiten, beinahe mechanisch, wie bei einem Drucker.
Nun habe ich mich überwunden, zu meinem alten Prozess zurückzukehren, auch wenn er nicht dem Lehrbuch entspricht.
Denn ein Workflow darf kein Gefängnis sein. Ich habe gelernt, dass mein Prozess ,so chaotisch und anfangs auch „hässlich“ er er auch wirken mag , genau die Freiheit bietet, die ich brauche.
Das Bild soll mit mir und meinen Gedanken wachsen und ein Wechselspiel erzeugen.
Denn Kreativität endet nicht beim Abmalen – sie beginnt dort erst.
Falls es euch ähnlich geht oder ihr Gedanken dazu habt: Ich freue mich darauf, von euch auf Social Media zu lesen!
