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King Ludwig – The last

Posted on June 10, 2026June 10, 2026 by Andreas Sommer

König Ludwig II. ist für mich als gebürtigen Priener, mit der Nähe zu Schloss Herrenchiemsee, natürlich schon immer fester Bestandteil meines Lebens gewesen. 

Schon in jungen Jahren waren für mich die Bilder von König Ludwig II. immer präsent. Sei es bei meinen Ferienjobs am Hafen oder auch  als ich mit dem Feßler Bus in die Grundschule gefahren bin. Erst vor ein paar Jahren wurde das Ganze durch ein neues schönes Wandporträt am Priener Bahnhof noch einmal verstärkt.

Doch obwohl König Ludwig II. bei uns allgegenwärtig ist, fehlte mir in den gängigen Darstellungen etwas. Er wird immer sehr staatsmännisch und klassisch dargestellt was aber meiner Meinung nach, seinem träumerisch, weltentsagenden Wesen nicht gerecht wird. 

Es wurde sozusagen immer sein Äußeres, aber nicht sein mögliches Inneres dargestellt.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wollte ich ihn in meine Anderswelt mitnehmen und ihm helfen selbst zu einer Traum- oder Fantasiegestalt zu werden, die ihm als „Märchenkönig“ gerecht wird.

Auf der Suche nach einer angemessenen Darstellung musste ich natürlich auch an andere berühmte Herrscherporträts denken, sei es Napoleon oder dem Sonnenkönig, den er ja so verehrte. 

Ich fragte mich: Warum nicht etwas Feldherrenmäßiges? Eine Darstellung, die ihn als Akteur zeigt, also wirkmächtig und stark.

Dabei suchte ich nach einem Symbol, das die Verbindung mit Bayern unterstreichen konnte und was läge näher als der bayerische Löwe.

Erste digitale Konzeptskizzen

Dabei merkte ich jedoch, dass der Löwe in dieser mystischen Welt noch etwas „unrund“ oder deplatziert wirkte. Er brauchte einen Kick um ihn klar von der Realität abzugrenzen. 

Mein Gedanke war: Der Löwe sollte aus einem anderen Material bestehen, um den Fantasy-Charakter zu unterstreichen.

Da ich ein großer Fan von Natur und organischen Strukturen wie Rinde und Pflanzen bin, war die erste Idee den Löwen aus Holz oder wie einen Baum zu gestalten. Etwas wie eine Mähne aus Ästen und Zweigen. 

Entwicklung des digitalen Konzepts

Doch im Laufe des Prozesses entwickelte sich die Idee weiter. Ich fügte eine Art Biolumineszenz hinzu, sodass ein Licht von innen aus dem Baum zu kommen schien.

Schritt für Schritt wurde der Löwe immer leuchtender, bis ich schließlich die Idee eines „Chrom-Löwen“ hatte. Ganz aus Chrom wäre zu übertrieben gewesen, aber die Richtung stimmte. Er wurde metallischer, und durch die inneren Lichter integrierte ich das Thema von geschmolzenem Metall und Lava. 

Die Kraft, die der Löwe durch seine Tatzen in den Boden ableitet, verändert ebenso die Welt um ihn herum. Die Umgebung bleibt von einem so mächtigen Wesen nicht unberührt, somit öffnete ich die Umgebung und sie wurde im Prozess immer apokalyptischer. 

Das verleiht der gesamten Szene das nötige Gewicht und unterstreicht den historischen, bedeutsamen Charakter dieses Augenblicks.

Um dem Bild einen lokalen Anker zu geben, habe ich im Hintergrund die Kirche meines Heimatortes eingebaut. 

Die Priener Kirche als “Easter Egg”

Zeitlich lässt sich das Ganze schwer einordnen – ich sehe es eher als einen Traum oder eine Prophezeiung. Vielleicht sind die beiden sogar auf der Jagd nach einem noch größeren Monster, das die Umgebung um sie herum zerstört. An dieser Idee möchte ich vielleicht noch weiterarbeiten, um die Geschichte hinter diesem Moment zu erzählen.

Wie kam es dazu? Und was passiert danach? Diese Fragen kommen ganz natürlich bei jedem auf, der das Bild sieht. Ich freue mich schon riesig darauf, herauszufinden, welche Ideen mir dazu einfallen, und bin natürlich auch offen für Inspirationen von allen, die sich für dieses Werk begeistern können.

Und zu guter Letzt, was bedeutet die Fackel in seiner Hand, ein moderner Prometeus? 

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